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Wechsel zur Telekom

23. August 2026

Was zunächst geschah …


Telekom Speedport smart 7

Leider erlag ich Anfang Mai 2026 der Verlockung eines Telekom-Vertriebsmitarbeiters und schloss einen Zwei-Jahres-Vertrag Magenta Zuhause L (Regio) inklusive eines Speedport smart 7 ab. Obwohl ich in der Vergangenheit reichlich negative Erfahrungen mit diesem Unternehmen gesammelt habe, ließ ich mich „breitschlagen“: 100 MBi/s Download und 40 MBit/s Upload (statt 10 MBit/s und 2 MBit/s mit dem Vertrag bei 1und1) für 10 € in den ersten 10 Monaten (danach 50 €) – womit die Gesamtkosten der vertraglich bindenden zwei Jahre in der Größenordnung des 1und1-Anschlusses liegen – und die Aussicht, den Glasfaser-Anschluss (wenn er denn mal hier auf dem Lande kommt!) kostenfrei bis in die Wohnung zu bekommen, gepaart mit der Hoffnung, dass meine letzten – etwa sieben Jahre zurückliegenden – Erfahrungen vielleicht heute nicht mehr gelten würden, machten den Weg frei zu neuerlichen schlechten Erfahrungen.
Das ist umso unverständlicher, als ich vor Vertragsabschluss einige technische Details zur Sprache brachte, für die mir durch Rückfrage bei einem „wissendenden“ Mitarbeiter bestätigt wurde, dass meine Forderungen erfüllt würden. Ein ganz wichtiger Punkt war die Frage, ob ich alle Zugangsdaten (z.B. auch die für die VoIP-Anschlüsse) bekäme.
Außerdem wurde mir gesagt, dass das nur ein Vorvertrag sei und auf meine Nachfrage (böse Vorahnung: „Wenn das alles nicht so funktioniert, wie wir das eben abgesprochen habe, kann ich zurücktreten?“) wurde mir erläutert, dass ich noch einen weiteren, also den eigentlichen, Vertrag unterzeichnen müsse, bevor das alles greift. Alles glatt gelogen (im Moment der Umschaltung kommt der Vertrag rechtskräftig zustande).
Trottel, der ich war, das zu glauben! In dem Fall: selbst schuld.

Doch bevor darüber berichtet werden soll, muss etwas Positives festgehalten werden: Mit 116 MBit/s Download- und 39 MBit/s Upload-Rate (Werte der FRITZ!Box, die effektiven Werte liegen nur etwas niedriger) werden die diesbezüglichen Versprechen eingehalten bzw. sogar überboten. Das ist höchst erfreulich!

Umschalttag, Telekom-Tag 0

Natürlich erhält man keine konkrete Information über einen Umschalt-Zeitpunkt, sondern nur das Datum die Empfehlung, den Speedport bereits am Morgen (8.00 Uhr) anzuschließen, alles Weitere ginge automatisch.

Da der Vertrag mit dem bisherigen Anbieter durch die Telekom gekündigt worden war, gab's auch ab ca. 6:00 Uhr kein Internet mehr, aber ca. 10:00 Uhr zeigten alle Kontollampen des Speedport smart 7 grünes Licht, was sowohl anliegendes Internet als auch geschaltete (VoIP-)Telefone signalisierte. Ich fragte also meinen „Wechsel-Berater“ per SMS, wann genau ich denn die Zugangsdaten bekäme. Das könne nicht gesagt werden, würde vom System automatisch erledigt („vom System“ gehört für mich inzwischen auch zu den Reizworten und – wie ich es gern nenne – zu den „Nicht-Aussagen“, denn es muss für alles herhalten, was [angeblich!] nicht beeinflussbar ist, oft ist es aber schlichtweg schlechte Implementierung).

Ich musste an dem Tag ab Mittag einen Termin wahrnehmen, konnte mich also erst einmal nicht weiter darum kümmern, zudem hatte ich nachgelesen, dass die Umschaltung in Einzelfällen bis 20 oder 21 Uhr dauern könne. Als ich nach meiner Rückkehr nach Hause 20 Uhr noch immer keine Zugangsdaten hatte, rief die die Störungsstelle an. Dort wurde ich an einen sehr kompetenten und engagierten Mitarbeiter in Mageburg weitergereicht, der für mich ein Kennwort generierte und zusandte. Auch half er mir, mich in der MagentaZuhause-App zurecht zu finden (um z.B. den Namen des WLAN-Netzwerks zu ändern), allerdings entsprachen seine Unterlagen nicht der Wirklichkeit, denn die Buttons, die ich antippen sollte, existierten gar nicht! Aus seiner Reaktion konnte ich entnehmen – ohne, dass das von ihm geäußert wurde! – dass das offenbar nicht das erste Mal war, dass er so im Regen stand.

Am Ende kam heraus, dass der Speedport smart wohl nicht für weitergehende Konfiguration vorgesehen sei und ich erhielt die Empfehlung, morgen (Samstag) einen T-Punkt aufzusuchen, den Speedport zurück zu geben und stattdessen eine Fritzbox zu verlangen.

Telekom-Tag 1


AVM FRITZ!Box 7590 AX

Kurz nach Öffnung sprach ich also im T-Punkt in den Potsdamer Bahnhofspassagen vor, um die Empfehlung des Technikers vom Vorabend umzusetzen. Ich hatte großes Glück, denn ich wurde von einer älteren Mitarbeiterin bedient, die sehr bemüht war und den Speedport auch ohne große Diskussion zurücknahm. Die FRITZ!Box musste ich allerdings für 270,- € kaufen und weil es schnell gehen sollte, tat ich das auch. Später stellte ich fest, dass das Gerät bei FRITZ/AVM selbst für 220,- € zu haben ist, der empfohlene Verkaufspreis liegt allerdings bei 329,- €.

Wieder zu Hause schloss ich das Gerät an, welches sich dankenswerter Weise auch wieder die Grundkonfiguration (Internet und Telefon-Anschlüsse) nach dem Start von der Gegenstelle holte und die weitergehende Einrichtung des neuen Routers (DynDNS, Anrufbeantworter usw.) war schnell erledigt, denn damit war ich ja seit langem vertraut: statt versteckter und/oder merkwürdig benannter Optionen (überflüssiger Weise in einer App auf dem Smartphone!) die wohltuend klare Oberfläche im Webbrowser, in der schnell zu finden ist, was man sucht. Danke AVM (Audio Visuelles Marketing) oder eben (seit August 2025) FRITZ! GmbH.

Warum nur muss die Telekom ein eigenes Gerät anbieten, was offenbar nur für absolute Technik-Laien ohne Ansprüche geeignet ist, wo doch der Markt wunderbar funktionierende Alternativen bietet? Andere Provider bieten doch auch „eigene“ Hardware an, in der aber jeweils eine FRITZ!Box steckt. Gut: auch hier muss man, wenn man mehr will, gelegentlich Hand anlegen.


FRITZ!Box 7412 (1&1)
So erhielt ich von 1und1 zu meinem DSL-Anschluss (kostenlos) eine FRITZ!Box 4712, in der WLAN nicht verfügbar war. Dafür hätte ich extra zahlen müssen. Glücklicher Weise war es relativ einfach, diesen Mangel durch ein Firmware-Update (in meinem Fall) zu beheben. Nach dieser Beschreibung ist das wohl sogar noch einfacher möglich. Aber auch dieses ist natürlich völlig überflüssig und die Methode, eine vorhandene Funktion in einem Gerät abzuschalten, um mit deren Aktivierung Geld zu verdienen, in meinen Augen zumindest fragwürdig. Das ist aber wohl inzwischen Geschichte …

Und die versprochenen Zugangsdaten?

Aus 1&1-Zeiten erinnerte ich mich an ein Tool, mit dessen Hilfe ich die Zugangsdaten aus der FRITZ!Box auslesen konnte. Um diese bestätigt zu bekommen (und weil mir das bei Vertragsabschluss schließlich versprochen worden war!), rief ich einige Zeit später nochmals bei der Hotline an und verlangte gleich, mit einem Mitarbeiter in Magdeburg verbunden zu werden, was nach einigem Hin und Her und meiner Aussage, dass ich mit der ersten Anlaufstelle schon mehrere Mal nicht weiter gekommen sei, auch tatsächlich erfolgte. Wieder hatte ich sehr großes Glück, an jemanden zu geraten, der mein Problem und die Forderung verstand und bereit war, mir (auf nicht vorgesehene Weise!) weiter zu helfen: am Ende des sehr angenehmen Gesprächs kannte ich die Anschlusskennung, Zugangskennung und Mitbenutzer-Nummer (bei der Telekom setzt sich der Benutzername des DSL-Logins aus diesen zusammen) und auch die Einwahldaten für die VoIP-Anschlüsse wurden mir bestätigt. Ich kann also nur empfehlen, bei technischen Fragen zu einem Telekom-Anschluss auf Unterstützung eines Mitarbeiters aus Magdeurg zu drängen!

Ende gut — alles gut?

Nun, auf den Trubel der Umschaltung und der wirklich falschen Empfehlung, den Speedport smart zu mieten (und den dadurch entstandenen zeitlichen und finanziellen Aufwand!) hätte ich gern verzichtet. Die höheren Geschwindigkeiten im Down- und Upload sind doch sehr angenehm, zumal ich monatlich im Rahmen zweier Wartungsverträge rund 8 GB Daten zu Sicherungszwecken aus dem Internet herunterlade. Das dauerte vorher einige Stunden und ist nun innerhalb einiger Minuten erledigt. Die Stabilität kann bislang nicht beanstandet werden.

Der eigentliche Grund, diesen Vertrag abzuschließen, war jedoch der Vorteil bezüglich Glasfaser. Wenn es dann soweit ist, wird sich zeigen, ob dieses Versprechen gehalten wird. Ich habe wenig Hoffnung!


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